Der Markt für E-Bikes und Pedelecs boomt weiter

e-bike markt boomt weiter

Wie der Zweirad-Industrie-Verband mitgeteilt hat, hat sich auch im Jahr 2015 der Marktanteil von E-Bikes und Pedelecs weiter erhöht. Aktuell soll der Marktanteil von Elektrofahrrädern im Vergleich zum Gesamtmarkt für Fahrräder bei 12,5 Prozent liegen. Das bedeutet, dass auf Deutschlands Straßen inzwischen ca. 2,5 Millionen E-Bikes unterwegs sind. Laut ZIV wurden im Jahr 2015 insgesamt 535.000 E-Bikes in Deutschland verkauft.

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Von den in Deutschland verkauften Elektrofahrrädern sind rund 95 Prozent Pedelecs. Obwohl ein normales Pedelec „nur“ eine Motorunterstützung bis 25 km/h hat und die Motorleistung auf 250 Watt beschränkt ist, ist diese Version eines Elektro-Bikes die mit Abstand beliebteste Variante. Der Grund dürfte im Besonderen darin liegen, dass ein normales Pedelec rechtlich wie ein Fahrrad eingestuft ist. Damit entfallen sämtliche Besonderheiten wie ein Führerschein, eine extra Versicherung und so weiter.

Modell-Vielfalt an E-Bikes ist inzwischen sehr groß

Dass die E-Bikes so ein gutes Wachstum zu verzeichnen haben, liegt auch an der inzwischen fast unendlich großen Auswahl an E-Bike-Modellen am Markt. Vorbei sind die Zeiten, als ein E-Bike bzw. Pedelec wie ein Ei dem anderen glich. Auch ist die Typenvielfallt inzwischen so groß geworden, dass für fast jeden Einsatzweck ein passendes Elektrofahrrad zur Verfügung steht. Egal, ob ich ein E-Bike nur brauche, um auf die Arbeit zu kommen, ob ich das E-Bike nur für meine Freizeit nutzen möchte oder ob mein Geschäftsmodell zum Beispiel bei einem Fahrradkurier darauf aufsetzt, für jeden gibt es das adäquate Elektrofahrrad.

Und da das E-Bike dem normalen Firmenwagen gesetzlich gleichgestellt ist, kann eine Firma dem Mitarbeiter auch ein Elektrofahrrad als Alternative anbieten. Gerade in größeren Städten entgeht man mit einem Pedelec sehr häufig dem alltäglichen Stau und kommt damit meist entspannter auf der Arbeit an, als der Kollege, der mit dem Auto gefahren ist. Mal abgesehen davon, dass das Fahren mit einem E-Bike den Körper fit hält 🙂

Praktischer Nebeneffekt dieses ganzen Booms: Deutschland hat einen neuen Exportschlager. Denn E-Bikes „Made in Germany“ erfreuen sich einer so großen Nachfrage im restlichen Europa, dass im Jahr 2015 der Export um 37 Prozent auf 140.000 E-Bikes gewachsen ist. Jetzt muss nur noch die Infrastruktur in Deutschland mit diesem Wachstum Schritt halten. Sprich: Es müssen zum einen noch mehr Anreize für den Kauf eines E-Bikes oder Pedelecs geschaffen werden. Aber zum anderen müssen deutschlandweit auch noch deutlich mehr öffentlich zugängliche Ladestationen installiert werden.

E-Bike-Förderung kann auch so aussehen

Ein schönes Beispiel für eine innovative Idee kommt aus dem Land Baden-Württemberg. Dort gibt es ein Projekt mit dem Namen „Netz-E-2-R“. Im Rahmen dieses Projekts sind Leih-Stationen für Pedelecs an einigen Bahnhöfen installiert worden. Die Leih-Stationen, für die extra robuste Pedelecs zum Einsatz kommen, befinden sich am äußeren Stuttgarter S-Bahn-Bereich. Und die Zahlen belegen, dass dieses Angebot positiv angenommen und rege genutzt wird. Aber nicht nur Pendler nutzen das Angebot sehr gerne, sondern inzwischen leihen sich auch immer häufiger Touristen die Pedelecs aus.

Fazit

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Wir finden, das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Und wenn man sich die stetig weiter fallenden Einstiegspreise in Verbindung mit der gestiegenen Qualität der verbauten Komponenten anschaut, wird dieser Boom auch erst mal nicht so schnell zu Ende gehen. Richtig genial wäre es natürlich, wenn jetzt noch der Gesetzgeber endlich eine Abwrackprämie für alte Fahrräder beim gleichzeitigen Kauf eines neuen E-Bikes einführen würde 🙂 Aber Beispiele wie das coole Projekt in Baden-Württemberg zeigen, dass man nicht immer auf den Bund warten sollte/muss, sondern auch einfach mal was selber auf die Beine stellen kann, um das Thema E-Bike weiter zu fördern.

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